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dc.contributor.authorNeuhofer, Monika
dc.date.accessioned2021-02-10T12:58:18Z
dc.date.issued2006
dc.date.submitted2013-12-31 23:55:55
dc.date.submitted2020-02-04 12:52:01
dc.date.submitted2020-04-01T15:11:35Z
dc.identifier437211
dc.identifierOCN: 849923872
dc.identifierhttp://library.oapen.org/handle/20.500.12657/34368
dc.identifier.urihttps://directory.doabooks.org/handle/20.500.12854/31919
dc.description.abstractThe study examines Jorge Semprun´s literary reflections on his experiences made in the concentration camp of Buchenwald in "Le grand voyage" (1963), "Quel beau dimanche!" (1980), "L´écriture ou la vie" (1994) and "Le mort qu´il faut" (2001) with the aim to show the development in his retrospective treatment of the past. Therefore the texts are not considered as a unified "ecriture" but as a progressing approximation to his experiences in Buchenwald. The study deals in narratological and poetological terms with Semprun´s growing awareness of what Buchenwald means to him: While "Le grand voyage" is deeply influenced by the authors communistic view. "Quel beau dimanche!" reflects Sempruns disconcertion caused by his awareness of the parallel existence of concentration camps in Nazi-Germany and in the Soviet Union. "L´ecriture ou la vie" and "Le mort qu´il faut", for their part, are written by an author who considers himself as survivor and witness. This process is accompanied by Semprun´s shift to literature as a universe implying sense and creating identity. This becomes vitally important after his dissociation from communism and enables him to speak extensively about his experiences with death. Therefore Semprun´s conception of "witnessship" can be described as diametrically opposed to factual documentation. It is rather intended to function within a literary field: Only the intensive use of intertextuality allowes Semprun to comprehend Buchenwald finally as the centre of his life and as the origin of his own identity as well as to communicate his "truth" to the reader.
dc.description.abstractDie Studie untersucht Jorge Sempruns literarische Gestaltung seiner Erfahrungen des Konzentrationslagers Buchenwald in "Le grand voyage (1963), "Quel beau dimanche!" (1980), "L´ecriture ou la vie" (1994) und "Le mort qu´il faut (2001). Ziel der Arbeit ist es, Entwicklungslinien und Tendenzen in der retrospektiven Auseinandersetzung und literarischen Bearbeitung des persönlich Erlebten aufzuzeigen. Demzufolge werden die Texte nicht als einheitliches Sprechen, sondern als fortschreitende erzählerische Annäherung an den miterlebten Tod von Buchenwald betrachtet. Die narratologisch und poetologisch ausgerichtete Studie fokussiert den Bewusstwerdungsprozess, der in den Texten zum Ausdruck gelangt: Während "Le grand voyage" noch deutlich vom kommunistischen Weltbild des Autors geprägt ist, spiegelt sich in "Quel beau dimanche!" - geschrieben im Bewusstsein über die gleichzeitige Existenz nationalsozialistischer und stalinistischer Lager - die existentielle Verunsicherung Sempruns, wohingegen in "L´ecriture ou la vie" und "Le mort qu´il faut" die Selbstdefinierung als Überlebender und Zeuge dominiert. Paralell zu dieser Entwicklung vollzieht sich Sempruns Hinwendung zur Literatur als identitäts- und sinnstiftendem Universum, das, insbesondere nach der Lossage vom Kommunismus, verstärkt in den Vordergrund rückt und erst die umfassende Sagbarkeit der Erfahrung ermöglicht. Sempruns Konzeption von Zeugenschaft steht folglich in direkter Opposition zu einem dokumentarischen Bezeugen und bewegt sich stattdessen innerhalb eines genuin literarischen Feldes. Nur durch den intensiven Einsatz intertextueller Bezugnahmen gelingt es dem Autor, die Erfahrung von Buchenwald als Zentrum seines Lebens sowie als Ursprung seines Ichs zu begreifen und diese "Wahrheit" dem Leser mitzuteilen.
dc.languageGerman
dc.rightsopen access
dc.subject.classificationthema EDItEUR::N History and Archaeology::NH Historyen_US
dc.subject.otherJorge Semprun
dc.subject.otherMemory
dc.subject.otherHolocaust-Literature
dc.subject.otherIntertextuality
dc.subject.otherBuchenwald
dc.subject.otherIdentity
dc.subject.otherErzählung
dc.subject.otherKommunismus
dc.subject.otherKZ Buchenwald
dc.subject.otherthema EDItEUR::N History and Archaeology::NH History
dc.title"Écrire un seul livre, sans cesse renouvelé"
dc.title.alternativeJorge Sempruns literarische Auseinandersetzung mit Buchenwald
dc.typebook
oapen.identifier.doi10.26530/oapen_437211
oapen.relation.isPublishedBy192b81c6-d67b-4336-ad03-1a82af6f1077
oapen.relation.isFundedByAustrian Science Fund
oapen.relation.isFundedBy26ae1657-c58f-4f1d-a392-585ee75c293e
oapen.collectionAustrian Science Fund (FWF)
oapen.pages364
oapen.grant.numberD 3790
dc.relationisFundedBy26ae1657-c58f-4f1d-a392-585ee75c293e
dc.abstractotherlanguageDie Studie untersucht Jorge Sempruns literarische Gestaltung seiner Erfahrungen des Konzentrationslagers Buchenwald in "Le grand voyage (1963), "Quel beau dimanche!" (1980), "L´ecriture ou la vie" (1994) und "Le mort qu´il faut (2001). Ziel der Arbeit ist es, Entwicklungslinien und Tendenzen in der retrospektiven Auseinandersetzung und literarischen Bearbeitung des persönlich Erlebten aufzuzeigen. Demzufolge werden die Texte nicht als einheitliches Sprechen, sondern als fortschreitende erzählerische Annäherung an den miterlebten Tod von Buchenwald betrachtet. Die narratologisch und poetologisch ausgerichtete Studie fokussiert den Bewusstwerdungsprozess, der in den Texten zum Ausdruck gelangt: Während "Le grand voyage" noch deutlich vom kommunistischen Weltbild des Autors geprägt ist, spiegelt sich in "Quel beau dimanche!" - geschrieben im Bewusstsein über die gleichzeitige Existenz nationalsozialistischer und stalinistischer Lager - die existentielle Verunsicherung Sempruns, wohingegen in "L´ecriture ou la vie" und "Le mort qu´il faut" die Selbstdefinierung als Überlebender und Zeuge dominiert. Paralell zu dieser Entwicklung vollzieht sich Sempruns Hinwendung zur Literatur als identitäts- und sinnstiftendem Universum, das, insbesondere nach der Lossage vom Kommunismus, verstärkt in den Vordergrund rückt und erst die umfassende Sagbarkeit der Erfahrung ermöglicht. Sempruns Konzeption von Zeugenschaft steht folglich in direkter Opposition zu einem dokumentarischen Bezeugen und bewegt sich stattdessen innerhalb eines genuin literarischen Feldes. Nur durch den intensiven Einsatz intertextueller Bezugnahmen gelingt es dem Autor, die Erfahrung von Buchenwald als Zentrum seines Lebens sowie als Ursprung seines Ichs zu begreifen und diese "Wahrheit" dem Leser mitzuteilen.


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