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dc.contributor.authorBauer, Karin
dc.date.accessioned2024-07-09T05:37:59Z
dc.date.available2024-07-09T05:37:59Z
dc.date.issued2022
dc.date.submitted2024-07-08T16:22:46Z
dc.identifierONIX_20240708_9783034016643_155
dc.identifierhttps://library.oapen.org/handle/20.500.12657/91818
dc.identifier.urihttps://directory.doabooks.org/handle/20.500.12854/140046
dc.description.abstractDas 1912 in Kraft getretene Schweizerische Zivilgesetzbuch regelte das Vormundschaftswesen auf der Grundlage von Wertvorstellungen des 19. Jahrhunderts. Während hundert Jahren konnten bei festgestellter Schutzbedürftigkeit Erwachsene aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel wegen «Verschwendung», «Trunksucht», «lasterhaften Lebenswandels» oder «Misswirtschaft», bevormundet werden. Mit der Entmündigung als stärkster vormundschaftlicher Massnahme verloren Erwachsene ihre Handlungsfähigkeit weitgehend. Das Buch zeigt ausgehend von den Vormundschaftsakten einer Thurgauer Gemeinde auf, wie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und bis ins Jahr 2012 Erwachsene, die den vormundschaftlichen Behörden ins Auge fielen, sich in einem Spannungsfeld persönlicher Anliegen und ­öffentlicher Interessen wiederfanden. Mit der Bevormundung gerieten sie in ein vielschichtiges, dynamisches Machtverhältnis mit Konfliktpotenzial. Je nach Bevormundungsgrund und persönlicher Wahrnehmung erlebten die Betroffenen die Vormundschaft als willkommene Unterstützung oder als ungerechtfertigten Eingriff in ihre Privatsphäre und nutzten unterschiedliche Strategien, um mit der Situation umzugehen. Während die Vormundschaftsgesetzgebung sich kaum veränderte, unterlag die Praxis einem Wandel. Diesen untersucht die Autorin anhand von Fallbeispielen und stellt ihn in den schweizerischen ­Kontext.
dc.languageGerman
dc.rightsopen access
dc.subject.otherVormundschaft
dc.subject.otherThurgau
dc.subject.otherBevormundung
dc.subject.otherEntmündigung
dc.subject.otherVormundschaftswesen
dc.subject.otherVormundschaftspraxis
dc.subject.otherBevormundungsgründe
dc.subject.otherSchutzbedürftigkeit
dc.subject.otherthema EDItEUR::N History and Archaeology::NH History::NHT History: specific events and topics::NHTB Social and cultural history
dc.titleIm Spannungsfeld privater Anliegen und öffentlicher Interessen: Vormundschaft im Kanton Thurgau 1962 - 2012
dc.typebook
oapen.identifier.doi10.33057/chronos.1664
oapen.relation.isPublishedBya4deb45a-4c15-4ebf-9dbf-bac60653cc71
oapen.relation.isFundedByc9fff097-a6b0-4c97-afcd-d033f5f27a3d
oapen.relation.isFundedBy07f61e34-5b96-49f0-9860-c87dd8228f26
oapen.relation.isbn9783034016643
oapen.collectionSwiss National Science Foundation (SNF)
oapen.place.publicationZürich
oapen.grant.number10BP12_213338
oapen.grant.programOpen Access Books
dc.relationisFundedBy07f61e34-5b96-49f0-9860-c87dd8228f26
dc.abstractotherlanguageDas 1912 in Kraft getretene Schweizerische Zivilgesetzbuch regelte das Vormundschaftswesen auf der Grundlage von Wertvorstellungen des 19. Jahrhunderts. Während hundert Jahren konnten bei festgestellter Schutzbedürftigkeit Erwachsene aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel wegen «Verschwendung», «Trunksucht», «lasterhaften Lebenswandels» oder «Misswirtschaft», bevormundet werden. Mit der Entmündigung als stärkster vormundschaftlicher Massnahme verloren Erwachsene ihre Handlungsfähigkeit weitgehend. Das Buch zeigt ausgehend von den Vormundschaftsakten einer Thurgauer Gemeinde auf, wie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und bis ins Jahr 2012 Erwachsene, die den vormundschaftlichen Behörden ins Auge fielen, sich in einem Spannungsfeld persönlicher Anliegen und ­öffentlicher Interessen wiederfanden. Mit der Bevormundung gerieten sie in ein vielschichtiges, dynamisches Machtverhältnis mit Konfliktpotenzial. Je nach Bevormundungsgrund und persönlicher Wahrnehmung erlebten die Betroffenen die Vormundschaft als willkommene Unterstützung oder als ungerechtfertigten Eingriff in ihre Privatsphäre und nutzten unterschiedliche Strategien, um mit der Situation umzugehen. Während die Vormundschaftsgesetzgebung sich kaum veränderte, unterlag die Praxis einem Wandel. Diesen untersucht die Autorin anhand von Fallbeispielen und stellt ihn in den schweizerischen ­Kontext.
dc.grantprojectIm Spannungsfeld privater Anliegen und öffentlicher Interessen: Vormundschaft im Kanton Thurgau, 1962 - 2012


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