Export citation

Show simple item record

dc.contributor.editorAntunes, Gabriela
dc.contributor.editorReich, Björn
dc.contributor.editorStange, Carmen
dc.date.issued2014
dc.date.submitted2017-02-28 23:55
dc.date.submitted2019-11-28 12:09:28
dc.date.submitted2020-04-01T13:51:12Z
dc.identifier624772
dc.identifierOCN: 982238776
dc.identifierhttp://library.oapen.org/handle/20.500.12657/31842
dc.description.abstractIn der Kultur des Mittelalters nehmen Körper in ihrer äußeren Zeichenhaftigkeit eine zentrale Stellung ein. Dies gilt insbesondere für deformierte Körper, die aufgrund ihrer auffälligen Andersartigkeit immer wieder Thema wahrnehmungstheoretischer Diskurse werden. Das zeigt sich in zweierlei Hinsicht: Zum einen wird bereits in zeitgenössischen Quellen diskutiert, wie die körperlichen Besonderheiten den inneren Imaginationsapparat der Betrachter stimulieren, zum anderen zeichnen sich körperlich Deformierte zumindest in Kunst und Literatur auffallend häufi g durch gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeiten aus. Die körperliche Deformation markiert dabei Grenzüberschreitungen. Sie weist über die Dinge hinaus auf ‚das Andere‘ – gleich ob es sich dabei um ein kulturell Anderes handelt, oder um das ‚Andere‘ der Diesseitigkeit: das Transzendente und Göttliche. Obgleich man für das Hoch- und Spätmittelalter kein einheitliches Körperkonzept annehmen kann, ist auffällig, an wie vielen Schnittpunkten der deformierte Körper ins Zentrum der Wahrnehmung rückt. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Perspektiven verschiedener Fachdisziplinen, wie z. B. Kunst- und Literaturwissenschaft, Medizingeschichte, Dis/ability Studies oder Theologie in diesem Band, die den Besonderheiten des deformierten Körpers in seinem Verhältnis zur Epistemologie und eben zum "Anderen" gezielt nachspüren.
dc.description.abstractIn der Kultur des Mittelalters nehmen Körper in ihrer äußeren Zeichenhaftigkeit eine zentrale Stellung ein. Dies gilt insbesondere für deformierte Körper, die aufgrund ihrer auffälligen Andersartigkeit immer wieder Thema wahrnehmungstheoretischer Diskurse werden. Das zeigt sich in zweierlei Hinsicht: Zum einen wird bereits in zeitgenössischen Quellen diskutiert, wie die körperlichen Besonderheiten den inneren Imaginationsapparat der Betrachter stimulieren, zum anderen zeichnen sich körperlich Deformierte zumindest in Kunst und Literatur auffallend häufi g durch gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeiten aus. Die körperliche Deformation markiert dabei Grenzüberschreitungen. Sie weist über die Dinge hinaus auf ‚das Andere‘ – gleich ob es sich dabei um ein kulturell Anderes handelt, oder um das ‚Andere‘ der Diesseitigkeit: das Transzendente und Göttliche. Obgleich man für das Hoch- und Spätmittelalter kein einheitliches Körperkonzept annehmen kann, ist auffällig, an wie vielen Schnittpunkten der deformierte Körper ins Zentrum der Wahrnehmung rückt. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Perspektiven verschiedener Fachdisziplinen, wie z. B. Kunst- und Literaturwissenschaft, Medizingeschichte, Dis/ability Studies oder Theologie in diesem Band, die den Besonderheiten des deformierten Körpers in seinem Verhältnis zur Epistemologie und eben zum "Anderen" gezielt nachspüren.
dc.languageGerman
dc.rightsopen access
dc.subject.classificationbic Book Industry Communication::H Humanities::HB History
dc.subject.classificationbic Book Industry Communication::H Humanities::HB History::HBL History: earliest times to present day::HBLC Early history: c 500 to c 1450/1500
dc.subject.classificationbic Book Industry Communication::H Humanities::HB History::HBT History: specific events & topics
dc.subject.otherDis/Ability Studies
dc.subject.otherHistory
dc.subject.otherMiddleage
dc.subject.otherBody concept
dc.subject.otherPhysical deformation
dc.subject.otherGott
dc.subject.otherMittelalter
dc.title(De)formierte Körper 2 - Die Wahrnehmung und das Andere im Mittelalter
dc.typebook
oapen.identifier.doi10.17875/gup2014-762
oapen.relation.isPublishedByaf9011e0-03b9-4a5c-9ae6-b9da4898d1b2
virtual.oapen_relation_isPublishedBy.publisher_nameUniversitätsverlag Göttingen
virtual.oapen_relation_isPublishedBy.publisher_websitehttp://www.univerlag.uni-goettingen.de/
dc.abstractotherlanguageIn der Kultur des Mittelalters nehmen Körper in ihrer äußeren Zeichenhaftigkeit eine zentrale Stellung ein. Dies gilt insbesondere für deformierte Körper, die aufgrund ihrer auffälligen Andersartigkeit immer wieder Thema wahrnehmungstheoretischer Diskurse werden. Das zeigt sich in zweierlei Hinsicht: Zum einen wird bereits in zeitgenössischen Quellen diskutiert, wie die körperlichen Besonderheiten den inneren Imaginationsapparat der Betrachter stimulieren, zum anderen zeichnen sich körperlich Deformierte zumindest in Kunst und Literatur auffallend häufi g durch gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeiten aus. Die körperliche Deformation markiert dabei Grenzüberschreitungen. Sie weist über die Dinge hinaus auf ‚das Andere‘ – gleich ob es sich dabei um ein kulturell Anderes handelt, oder um das ‚Andere‘ der Diesseitigkeit: das Transzendente und Göttliche. Obgleich man für das Hoch- und Spätmittelalter kein einheitliches Körperkonzept annehmen kann, ist auffällig, an wie vielen Schnittpunkten der deformierte Körper ins Zentrum der Wahrnehmung rückt. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Perspektiven verschiedener Fachdisziplinen, wie z. B. Kunst- und Literaturwissenschaft, Medizingeschichte, Dis/ability Studies oder Theologie in diesem Band, die den Besonderheiten des deformierten Körpers in seinem Verhältnis zur Epistemologie und eben zum "Anderen" gezielt nachspüren.


Files in this item

FilesSizeFormatView

There are no files associated with this item.

This item appears in the following Collection(s)

Show simple item record

open access
Except where otherwise noted, this item's license is described as open access